{"id":596,"date":"2023-07-20T19:53:05","date_gmt":"2023-07-20T19:53:05","guid":{"rendered":"https:\/\/corneliusrennt.de\/?p=596"},"modified":"2023-08-02T18:19:55","modified_gmt":"2023-08-02T18:19:55","slug":"lektionen-in-demut-night52-am-15-7-23-in-bretten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/corneliusrennt.de\/?p=596","title":{"rendered":"Lektionen in Demut &#8211; Night52 am 15.7.23 in Bretten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Vorgeschichte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Abschnitt fasst die letzten 2 Jahre meiner l\u00e4uferischen Lebenskrise zusammen und hat nichts mit dem Wettkampf direkt zu tun. Wer sich nur f\u00fcr den Wettkampf interessiert, kann diesen Abschnitt \u00fcberspringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Night52 in Bretten ist der erste Wettkampf seit dem 3.7.2021. Ich musste meinen ersten 24h Lauf bei den Deutschen Meisterschaften nach knapp 5 Stunden abbrechen. Im Vorfeld wusste ich, sollte ich meine Leistung abrufen k\u00f6nnen, w\u00fcrde ich 200 Kilometer laufen k\u00f6nnen. Auch wusste ich dass das aller Wahrscheinlichkeit nach mindestens f\u00fcr das Podium, wenn nicht gar f\u00fcr den Titel des Deutschen Seniorenmeisters meiner Altersklasse reichen w\u00fcrde. Genau das war mein Plan. Wegen einer Borreliose war ich geschw\u00e4cht, ging dennoch an den Start. Meine beiden \u00c4rzte sahen kein Problem darin, weswegen ich auf Autorit\u00e4ten h\u00f6rte und nicht auf mein Gef\u00fchl achtete. H\u00e4tte ich auf mein Gef\u00fchl geh\u00f6rt, h\u00e4tte ich nicht starten d\u00fcrfen. Beim Wettkampf selber f\u00fchlte ich mich ab Kilometer 15 sehr schwach. Nach 46 Kilometern f\u00fchlte ich mich immer noch schlecht. Weil ich eine schwere Verletzung bef\u00fcrchtete brach ich diesen Wettkampf schweren Herzens ab, was ich im Nachhinein als gro\u00dfe Leistung bewerte. <\/p>\n\n\n\n<p>Einige Wochen nach diesem Wettkampf kam die bef\u00fcrchtete schwere Verletzung: Ich sp\u00fcrte ein Ziehen an der oberen Innenseite des rechten Knies. Mein Untermieter (Osteopath) machte zwei Tests und empfahl mir MRT wegen Verdacht auf Menikusriss. Der hintere Meniskus war gerissen, zus\u00e4tzlich hatte ich ein Knochenmark\u00f6dem. Mir wurde gesagt, dass der Knochen absterben kann, wenn ich diese Verletzung nicht ausheile. Ein anerkannter Knieoperateur empfahl mir eine konservative Behandlung. So lie\u00df ich mich mit Akupunktur, Osteopathie und Sto\u00dfwellen behandeln. Um die Unsicherheit auszuhalten zu k\u00f6nnen, aus der Warteposition herauszukommen, dem Fiebern wann ich wieder mit dem Laufen beginnen kann h\u00f6rte ich innerlich mit dem Laufen auf. Auch konnte mir keiner sagen, ob ich wieder so wie fr\u00fcher w\u00fcrde laufen k\u00f6nnen. Also h\u00f6rte ich innerlich mit dem Laufen auf, um es vielleicht irgendwann wieder beginnen zu k\u00f6nnen und trauerte heftig, meine Familie litt mit. <\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00e4rztliche Prognose war, dass ich im allerbesten Fall nach 6 Monaten mit ersten Laufversuchen starten k\u00f6nne. In welchem Umfang stehe in den Sternen. Nach 3 Monaten forderten mich s\u00e4mtliche Behandler  auf, erste Laufversuche zu starten. Ein erneutes MRT attestierte mir eine vollst\u00e4ndige Heilung des Knochenmark\u00f6dems. Der Meniskus w\u00fcrde ver\u00f6den, ich w\u00fcrde ihn manchmal wahrnehmen. Bei den ersten Laufversuchen sp\u00fcrte ich das Knie nach 5 Minuten laufen leicht, lief aber auch immer nur einige Minuten lang. Auch \u00e4nderte ich meine Ern\u00e4hrung, vermied konsequenter entz\u00fcndungsf\u00f6rdernde Nahrung wie Zucker, Wei\u00dfmehl, Milchprodukte, Schweinefleisch. Und lernte Ying Chi, eine taoistische Bewegungsmeditation. Ein Element dieser Meditation stammt auf dem Kung Fu und st\u00e4rkt Knochen, B\u00e4nder und Sehnen. Nach etlichen Fortbildungen in Sachen Psychotraumatherapie wollte ich einmal etwas f\u00fcr mich machen und eine Fortbildung mit dem Thema &#8222;Lebensenergie kultivieren&#8220; erschien mir genau richtig, war es auch, ich profitiere enorm von dieser Fortbildung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2022 konnte ich die Distanzen ein wenig steigern auf 4 &#8211; 5 Kilometer. Ende 2022 war ich bei 10 Kilometern als l\u00e4ngster Distanz. Mein Knie sp\u00fcrte ich gar nicht mehr, es sei denn  ich \u00fcbertrieb es. Im Laufe dieses Jahres steigerte ich allm\u00e4hlich die Distanz des Lalas (= langer Lauf) sowie die Wochenkilometer. <\/p>\n\n\n\n<p>So sch\u00f6pfte ich zu Beginn dieses Jahres Hoffnung auf eine R\u00fcckkehr in den Wettkampfsport, vermied es aber mir konkrete Ziele zu setzen, lebte l\u00e4uferisch von Tag zu Tag, freute mich \u00fcber jeden kleinen Erfolg. Der gro\u00dfe l\u00e4uferische Lebenstraum war nat\u00fcrlich die ganze Zeit pr\u00e4sent.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis April diesen Jahres pirschte ich mich an die 30 Kilometer als l\u00e4ngster Distanz heran. Der Night52 sollte ein erster H\u00e4rtetest sein, ein Versuchsballon, der zeigen sollte, was aktuell m\u00f6glich ist, um bei Erfolg wieder gr\u00f6\u00dfere Ziele anzusteuern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wettkampftag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf den Brettener Night52 habe ich nicht gezielt trainiert, hatte in der Woche vorher sehr viel Stress in der Praxis (Arbeit) gehabt, zu wenig geschlafen und unzureichend getapert, startete quasi aus so gut wie vollem Training heraus. Auch fand am Tag des Wettkampfes auf einem Familientreffen, wo sich der ganze Clan m\u00fctterlicherseits traf. Meiner Parkinsonerkrankten 87 j\u00e4hrigen Mutter war es sehr wichtig, dass ich dort erscheine.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein l\u00e4ngster Lala im Flachen umfasste 43 Kilometer, in den Weinbergen war ich 32 Kilometer am St\u00fcck gelaufen.  Insgesamt also suboptimale Voraussetzungen, genau so sollte man nicht zu einem 52 Kilometerlauf mit 800 H\u00f6henmetern erscheinen, ich habe alles gemacht, was man nicht tun sollte. Auf der anderen Seite ist genau das der gewollte H\u00e4rtetest. Zur Startzeit um 17.45 waren 34 Grad gemeldet. da ich grunds\u00e4tzlich gegen 16.30 Uhr laufe, bin  ich im Training meist bei Hitze gelaufen, habe diese trainiert. H\u00f6hepunkt war letzten Dienstag ein Tempolauf bei 35 Grad, auch bei diesem st\u00f6rte mich die Hitze nicht wirklich.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen 16 Uhr verlie\u00df ich das 20 Fahrminuten vom Start entfernten Familientreffen, wurde von den Verwandten, die meine Lauferei immer noch nicht mitbekommen hatten, als verr\u00fcckt erkl\u00e4rt, also nichts Neues.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Start war es wahnsinnig schw\u00fcl, es wurde f\u00fcr den sp\u00e4teren Abend Regen angek\u00fcndigt. Auch war es sehr voll und laut. Es fanden zahlreiche Kinderl\u00e4ufe statt. <\/p>\n\n\n\n<p>Einige Minuten vor dem Start kommt der erste Regenguss, wodurch die Schw\u00fcle etwas abimmt. Ich wechsele ein paar Worte mit Ultraurgestein Udo, der mit seinen 70 Jahren noch einmal die 100 Meilen des Mauerweglaufes angehen will, dabei jeden Meter laufen absolvieren. Auch ist mein Nachbar Herrman am Start, er war mit seinen Mitte 60 Jahren vor einigen Wochen \u00e4ltester Finnischer des 111 Kilometer langen Zugspitzenultralaufes, der ich glaube 5000 H\u00f6henmeter hat. Ich trage nat\u00fcrlich eine kurze Hose, Kompressionssocken, als Sonnenschutz eine M\u00fctze sowie meinen Umschnallg\u00fcrtel. In diesem habe ich einige Gels, Salzkapseln sowie eine vom Veranstalter geforderte Trinkflasche befestigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin v\u00f6llig verunsichert ob meiner Leistungsf\u00e4higkeit. Der Arbeitsstress der Woche, zu wenig Schlaf, und auch das Familienfest werden sich allerh\u00f6chstwahrscheinlich negativ auswirken. Auch bin ich unsicher ob meiner Ausdauerf\u00e4hrigkeit, ahne was gerade auf den letzten Kilometern auf mich zukommen d\u00fcrfte.  Meine Stimme auf der kurz vor dem Start Sprachnachricht klingt  sehr angespannt, auch auf dem Vorherfoto sehe ich sehr angespannt und m\u00fcde aus.<\/p>\n\n\n\n<p> <strong>Erste Probleme gleich nach dem Start<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/28DEF54F-DFE7-4572-9B0D-481E3C2C90AA_1_201_a-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-635\" srcset=\"https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/28DEF54F-DFE7-4572-9B0D-481E3C2C90AA_1_201_a-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/28DEF54F-DFE7-4572-9B0D-481E3C2C90AA_1_201_a-225x300.jpeg 225w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/28DEF54F-DFE7-4572-9B0D-481E3C2C90AA_1_201_a-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/28DEF54F-DFE7-4572-9B0D-481E3C2C90AA_1_201_a-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/28DEF54F-DFE7-4572-9B0D-481E3C2C90AA_1_201_a-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie immer bei Ultras geht der Start ohne Highway to hell von AC\/DC ziemlich unspektul\u00e4r von statten. Wegen zwei Umleitungen, eine gleich in Bretten, eine in Gro\u00dfbillar sollen es diesmal insgesamt 53 Kilometer sein. Ich laufe mit Hermann los aus dem Stadion heraus. Nach einem Kilometer kommt die erste angek\u00fcndigte Umleitung sowie die erste heftige Steigung am Ende von Bretten durch ein Wohngebiet. Wir haben 30 Grad, die Sonne kommt wieder hervor und l\u00e4sst uns L\u00e4ufer odentlich schwitzen. Schon in den ersten Kilometern l\u00f6st sich die Flasche aus dem G\u00fcrtel. Ich befestige sie wieder. Rasch rutscht sie wieder. Also st\u00fctze ich sie mit meiner rechten Hand ab. &#8222;<em>So kannst du doch nicht den ganzen Wettkampf laufen. H\u00e4ttest du mal das Material bei einem Trainingslauf getestet. Schlie\u00dflich ist das der erste Wettkampf seit zwei Jahren, Idiot, aber nein, der hohe Herr hat das scheinbar nicht n\u00f6tig, jetzt sehe wie du damit zurecht kommst&#8220;.  <\/em>Ich h\u00f6re meine innere Stimme, \u00e4rgere ich mich \u00fcber mich selbst, bringt aber nichts, ich versuche die Flasche besser zu befestigen und laufe weiter.  Ich f\u00fchle mich gut, laufe etwas zu schnell, deutlich schneller als 6 Minuten pro Kilometer und versuche mich einzubremsen was nur semioptimal gelingt. <em>&#8222;Jetzt brems dich halt aus, Vollidiot, willst du dich schon hier abschie\u00dfen?&#8220; <\/em>aber egal, hintenraus werde ich eh k\u00e4mpfen m\u00fcssen.  Der Asphalt weicht einem Wiesenweg durch das wundersch\u00f6ne Kraichgau. Man sieht Felder, Wiesen, B\u00e4ume und H\u00fcgel. Bei der zweiten Steigung schaffe ich es mich etwas abzubremsen, im Flachen und bergab lasse ich es laufen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/10118B90-2773-4C96-A2C6-9BE60A7D6AFA_1_105_c.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-632\" srcset=\"https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/10118B90-2773-4C96-A2C6-9BE60A7D6AFA_1_105_c.jpeg 1024w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/10118B90-2773-4C96-A2C6-9BE60A7D6AFA_1_105_c-300x225.jpeg 300w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/10118B90-2773-4C96-A2C6-9BE60A7D6AFA_1_105_c-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach 6 Kilometern laufen wir bergab nach Sprantal zur ersten Verpflegungsstation. Ich nehme etwas Wasser, knote meinen G\u00fcrtel auf und fester zu und laufe rasch ohne Hermann weiter. Gleich geht es noch im Dorf zur n\u00e4chsten heftigen Steigung. Ich erreiche einen L\u00e4ufer mit Milchpackung in der Hand. Er ist sehr stark schwei\u00dfgetr\u00e4nkt. F\u00fcr eine Weile laufen wir nebeneinander. Ich bin etwas verwundert ob seiner Milchpackung. &#8222;Trinkst du bei diesem Lauf wirklich Milch?&#8220; frage ich ihn. Er antwortet, dass er sie mit Wasser gef\u00fcllt hat um sich abzuk\u00fchlen. Er will sie \u00fcber sein Gesicht sch\u00fctten. Es geht weiterhin \u00fcberwiegend bergauf unterbrochen von kurzen Gef\u00e4llen und ebenen Wegst\u00fccken. Die ersten 10 Kilometer beende ich in 54 Minuten, das ist schnell, definitiv zu schnell.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/54502CAB-072C-432A-9827-1E8E5BFA12E5_1_105_c.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-631\" srcset=\"https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/54502CAB-072C-432A-9827-1E8E5BFA12E5_1_105_c.jpeg 1024w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/54502CAB-072C-432A-9827-1E8E5BFA12E5_1_105_c-300x225.jpeg 300w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/54502CAB-072C-432A-9827-1E8E5BFA12E5_1_105_c-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p> <strong>Zu schnell?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir \u00fcberqueren eine befahrene Stra\u00dfe, auf der anderen Seite stehen viele Jugendliche in ihrer Vereinskluft Spalier und feuern uns L\u00e4ufer an. Etwas weiter in Bauschlott bei Kilometer 14 kommt die n\u00e4chste Verpflegungsstation. Ich nehme Salzkapsel, 1 Gel, einiges Wasser. G\u00fcrtel wieder auf und fester zuknoten, Flasche hineinklemmen h\u00f6re meine innere Stimme <em>&#8222;Vollidiot&#8220;<\/em> und laufe weiter. Nach einem Biobauernhof kommt ein von B\u00e4umen ums\u00e4umter Fischsee. Bald darauf geht es in den Wald, nat\u00fcrlich bergauf und nach einiger Zeit wieder bergab. Immer noch l\u00e4uft es \u00fcberraschend gut, das war bei meinen Trainingsl\u00e4ufen aber auch so und ganz pl\u00f6tzlich so meist bei ca 25 Kilometern ging ganz ohne Vorahnung pl\u00f6tzlich gar nichts mehr. Ich habe mich damit abgefunden ebene und abw\u00e4rts verlaufende Wegst\u00fccke sehr schnell zu laufen, bei Steigungen bremse ich mich, ganz steile gehe ich. Den 20. Kilometer beende ich nach 1 Stunde und 52 Minuten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/32BBFC3F-CD7A-4BAE-900A-B2B12494D695_1_105_c.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-630\" srcset=\"https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/32BBFC3F-CD7A-4BAE-900A-B2B12494D695_1_105_c.jpeg 1024w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/32BBFC3F-CD7A-4BAE-900A-B2B12494D695_1_105_c-300x225.jpeg 300w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/32BBFC3F-CD7A-4BAE-900A-B2B12494D695_1_105_c-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg windet sich in Schlangenlinien durch das Tal. Dann geht es \u00fcber die Stra\u00dfe zur Verpflegungsstelle 3 bei Knittlingen.<\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/E4CE2940-34A1-4DC4-8796-1BC29F330968_1_105_c.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-633\" srcset=\"https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/E4CE2940-34A1-4DC4-8796-1BC29F330968_1_105_c.jpeg 1024w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/E4CE2940-34A1-4DC4-8796-1BC29F330968_1_105_c-300x225.jpeg 300w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/E4CE2940-34A1-4DC4-8796-1BC29F330968_1_105_c-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p>  <strong>Tempor\u00e4re Dyskalkulie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als mentales Ziel setze ich mir Kilometer 30, weil dann habe ich ja nur noch 13 Kilometer so denke ich mir. Erst einige Zeit sp\u00e4ter d\u00e4mmert es mir, dass ich mich verrechnet habe.<em> &#8222;Bist du nicht mal mehr in  der Lage gescheiht zu rechnen? Wenn du schon so fertig bist, dass du einfache 1.Kl\u00e4ssler Aufgaben nicht mehr rechnen kannst, dann sieht es um deinen Zustand ja wohl sehr schlecht aus!&#8220;<\/em>  Das ist mir bei Lala (Langen L\u00e4ufen) im Training auch schon passiert. Laufen und Rechnen zugleich harmonieren bei mir einfach nicht. Laufend kann ich einfach nicht rechnen, bekomme f\u00fcr die Zeit des Laufs eine tempor\u00e4re Dyskalkulie. Also ist mein n\u00e4chstes mentales Ziel Kilometer 40 und nicht 30. Nach der Verpflegungsstation geht es, wie k\u00f6nnte es anders sein ein St\u00fcck steil bergauf. Ich gehe. Die Hauptsteigungen des Laufes befinden sich auf den ersten 15 Kilometern. Aber auch auf dem Rest der Strecke wird es bis zum Schluss Steigungen geben, das wei\u00df ich noch von meiner letzten Teiln\u00e4hme vor 3 Jahren. Sehr pl\u00f6tzlich ver\u00e4ndert sich die Landschaft von Feldern und B\u00e4umen in einen Weinpanoramaweg. Jetzt blicke ich von einem Hochweg ins Tal und sehr nur Weinreben. Ein Anblick den ich von meinen Trainingsl\u00e4ufen zu Hause in der S\u00fcdpfalz gew\u00f6hnt bin. Vor drei Jahren wurde der Lauf fr\u00fcher gestartet, da sa\u00dfen auf einer Bank mehrer Wein trinkende Menschen, die ins Tal und uns L\u00e4ufer sahen. Dieses Mal ist es am D\u00e4mmern. in der Ferne sieht man dunkle Wolken, h\u00f6rt Donner und Blitze.  Erst einmal egal, weiter laufen hei\u00dft die Devise.<\/p>\n\n\n\n<p> <strong>Gewitter?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt kommt ein langer, flacher und gerader Weg. Ihm folge ich f\u00fcr einige Kilometer. Ein Gewitter kommt n\u00e4her, ist aber noch weit genug weg. Ich laufe, mehr kann ich nicht machen. Nat\u00fcrlich sind die Beine etwas schwerer, aber immer noch geht es erstaunlich gut.  Kurz vor Gro\u00dfvillars kommt die angek\u00fcndigte Umleitung. Wir L\u00e4ufer werden um das Dorffest geleitet. Nach einiger Zeit werden wir dennoch ins Dorf, an den Rand des Dorffestes geleitet. Hier ist die n\u00e4chste Verpflegungstsation. Ich sehe sehr schlecht wenn ich m\u00fcde bin, kann den Kilometerstand meiner Uhr nicht mehr erkennen. So bitte ich eine Helferin, mir diesen abzulesen: 39,2 Kilometer. Also noch etwa 14 Kilometer. Es ist jetzt ziemlich dunkel, die gr\u00fcnen Wegpfeile sind nicht mehr zu erkennen, also schalte ich meine Stirnlampe an. Da diese sehr stark ist, drehe ich sie weit nach unten, damit ich entgegenkommende Menschen und Fahrzeuge nicht blende.<\/p>\n\n\n\n<p> <strong>Begegnung mit der eigenen Endlichkeit &#8211; schwer wird leicht was<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im meinem K\u00f6rper ist eine zunehmende Schwere, vor allem in den Beinen, nach wie vor laufen diese aber \u00fcberaschend gut. Ich bin immer noch unerwartet fit. In meinem Kopf ist Nebel, alles geht langsamer, das Denken f\u00e4llt mir schwerer. Ich bin nicht mehr in jedem Moment voll anwesend. <em>&#8222;Bist du sicher dass du keinen Pfeil verpasst hast? Das w\u00e4re Schei\u00dfe, wenn wir uns hier verliefen!&#8220;. <\/em>In mir macht sich Unsicherheit breit. Also gehe ich und blicke mich um. Nach einigen Hundert Metern feuern mich andere Menschen an &#8222;Hopphopp, auf gehts, lauf weiter!&#8220;. &#8222;Wo gehts lang, bin ich richtig?&#8220; frage ich. &#8222;Ja, geradeaus, dort vorne rechts und dann ganz lange gerade aus. In 10 Minuten wird es aber heftig regen&#8220;. &#8222;Ja Pech&#8220; sage ich und fange wieder an zu laufen. Ich bin auf finishen programmiert und realisiere in diesem Moment nicht was uns da erwartet, bei Regen laufe ich oft, ist nass aber kein Problem f\u00fcr mich. Ich komme aber nicht auf die Idee dass ein gef\u00e4hrliches Gewitter kommen k\u00f6nnte, obwohl sich dieses ja schon seit einiger Zeit ank\u00fcndigt. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Himmel ist Wolken \u00fcbers\u00e4ht schwarz, kein Mond und kein Stern ist zu sehen. Nach dem Abbiegen geht es leicht aufw\u00e4rts aus dem Dorf heraus in eine Landschaft mit Feldern und Wiesen und vereinzelt stehenden B\u00e4umen. Ich bin gerade dabei zwei L\u00e4ufer zu \u00fcberholen, als es pl\u00f6tzlich und ohne Vorwarnung in meiner direkten N\u00e4he st\u00fcrmt, blitzt und donnert. Regen prasselt gegen mein Gesicht, die Regentropfen f\u00fchlen sich wie Hagel an. Der Regen ist so stark, dass ich nichts sehen kann. Einige andere L\u00e4ufer haben unter dem einzigen in der N\u00e4he befindlichen gro\u00dfen Baum  Schutz gesucht. Ab jetzt \u00fcbernimmt mein Hirnstamm die Kontrolle. Ein altes evolution\u00e4res \u00dcberlebensprogramm schaltet sich ein, eine Art Autopilot. Theoretisch wei\u00df ich das aus meiner T\u00e4tigkeit als Psychotraumatherapeut, jetzt erlebe ich es selber. Das realisiere ich in diesem Moment nicht, ich bin viel zu besch\u00e4ftigt. Die M\u00fcdigkeit ist nicht mehr vorhanden, mein Gehirn ist wach, jede Faser meines Seins ist schlagartig in heftigster Erregung und hochaktiv. Hauptfokus ist in diesem Moment ins Ziel kommen, Pfeile finden und \u00fcberleben. Aus diesen Informationen trifft mein Autopilot die Entscheidung weiterlaufen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde es nicht wirklich sicher unter diesem Baum. &#8222;Was machen wir jetzt?&#8220; fragt einer der L\u00e4ufer, den ich am \u00dcberholen war. &#8222;Ich laufe weiter!&#8220; antworte ich. F\u00fcr einige Hundert Meter geht der Weg \u00fcber eine baumlose Steppe, dahinter kommt  ein dunkler Wald. Hochkonzentriert blicken meine Augen bauf den Boden um ja keinen Pfeil zu verpassen. Der aufw\u00e4rts f\u00fchrende Weg hat sich binnen Sekunden in einen rei\u00dfenden Bach verwandelt, meine Schuhe und F\u00fc\u00dfe, mein ganzer K\u00f6rper sind sofort platsch nass. Ich laufe \u00fcber die Steppe und suche die Blitze, noch sind sie nicht v\u00f6llig nah. <em>&#8222;Wenn du jetzt die falsche Entscheidung triffst, wird das wirklich dein Abschiedslauf, und du wirst ihn dann nicht einmal beenden,!&#8220;. <\/em>Ich sp\u00fcre in mich hinein, mein Gef\u00fchl sagt, dass es bis zum Ziel haarig wird, ich das aber heil \u00fcberstehe. Dennoch hinterfrage ich die ganze \u00fcbrige Zeit meine Entscheidung, habe Angst die falsche zu treffen, gehe st\u00e4ndig alle Alternativen durch, w\u00e4hrend ich mich zugleich durch den Regen k\u00e4mpfe, mich nach Blitzen umblicke und nach den Pfeilen Ausschau halte. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich erreiche den Wald. Im Wald geht es -wie soll es anders sein- erst einmal aufw\u00e4rts. Neben einem am Rand parkenden Auto steht eine Frau mit Regenschirm, die mich nach links lotst. Also biege ich nach links ab bis sie &#8222;Halt&#8220; schreit. Ich war zu fr\u00fch abgebogen und gerade dabei in mich Wald zu verlaufen und vom Weg ab zu kommen. Die Sicht ist so schlecht, dass ich das nicht erkenne und mich beinahe verlaufe und das in dieser Dunkelheit und ohne Handy <em>&#8222;Der Hohe Herr hat es ja nicht n\u00f6tig gehabt, das Handy mit  zu nehmen, wenn wir uns jetzt verlaufen, haben wir ein gro\u00dfes Problem&#8220;. <\/em>Ich bin viel zu konzentriert auf meine innere Stimme zu achten. Es geht nun abw\u00e4rts, ich suche weiterhin nach Pfeilen, hinterfrage weiterhin meine Entscheidung und laufe so schnell es geht. Blitze erkenne ich keine, bin zu tief im dunklen Wald, h\u00f6re aber nahen Donner. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/867DF11D-20F9-4510-8EA2-CE61B8FD0362_1_105_c.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-629\" srcset=\"https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/867DF11D-20F9-4510-8EA2-CE61B8FD0362_1_105_c.jpeg 768w, https:\/\/corneliusrennt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/867DF11D-20F9-4510-8EA2-CE61B8FD0362_1_105_c-225x300.jpeg 225w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt erreiche ich den Rand des Waldes, f\u00fcr eine Weile verl\u00e4uft der Weg am Waldrand entlang, und wird dann in eine freie Baumarme Fl\u00e4che m\u00fcnden. Dort blitzt und donnert  es heftig. Ich blicke umher, die Blitze sind nah aber nicht zu nah. Mein Gef\u00fchl sagt laufen. Also laufe ich so schnell es geht  aus dem Wald heraus den Weg die baumarme Wiese entlang. Blitze um mich herum, aber noch genug entfernt von mir. Aber schon nach kurzer Zeit auf der Ebene h\u00f6rt das Gewitter auf. Ich erreiche die letzte Verpflegungsstation namens Marienkapelle in Neibsheim. Die gesamte Standbesatzung ist stark durchn\u00e4sst. Ich nehme ein Gel, 1 Salzkapsel und lasse meine Flasche halb mit Iso und halb mit Wasser f\u00fcllen, bedanke mich und laufe weiter. Es geht auf einem unbefestigten Waldweg erst aufw\u00e4rts und danach flach weiter. Er ist sehr durchmatscht, ich muss aufpassen nicht hinzufliegen, kann dadurch nicht so schnell laufen wie gew\u00fcnscht. Der Regen hat nachgelassen und h\u00f6rt schlie\u00dflich ganz auf. So schnell es geht will ich ins Ziel, die Gefahr ist noch nicht gebannt. Nach dem sehr matschigen Wegst\u00fcck geht der Weg nach links, hoch und weniger matschig. Teils laufe ich ihn teils gehe ich. Nach der Steigung verl\u00e4uft der Weg nun flach durch den Wald. Ich laufe so rasch es halt geht, ich wei\u00df dass das Gewitter jederzeit wieder anfangen kann, Gefahr besteht weiterhin. Schlie\u00dflich geht der Weg aus dem Wald heraus in eine Wiesen- Buschlandschaft. Dann kommt die -wie ich von vor drei Jahren wei\u00df- letzte Steigung. Oben angelangt geht es kurz wieder abw\u00e4rts und dann nach rechts. Vor drei Jahren war es hier direkt runter nach Bretten reingegangen. Ich laufe nach rechts. Nach ungef\u00e4hr einem Kilometer geht es wieder nach links und schlie\u00dflich den alten Weg runter nach Bretten. W\u00e4hrend ich nach Bretten hereinlaufe sehe ich oben 4 Stirnlampen den Berg hinunter laufen.<em>&#8222;Die Schweine k\u00fcrzen ab! Ist doch egal, ihre Sache, aber wir behalten unsere Platzierung!&#8220; <\/em>Ich beschleunige auf den Brettener Stra\u00dfen, die Stirnlampen sind verschwunden. Inzwischen denke ich sie k\u00fcrzten nicht ab sondern liefen den Zusatzschlenker, bogen also rechts ab. Sie kommen einige Minuten nach mir ins Ziel. Es geht durch die Brettener Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Diese ist menschenleer. Auf einer Uhr sehe ich, dass es 22.50 Uhr ist. Mein Herz macht einen Sprung, doch eine tolle Zeit. Am Ende der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone sitzen Menschen vor einer Kneipe und feuern mich an. Ich winke ihnen und laufe weiter. Es geht durch Gassen zwischen den H\u00e4usern hindurch, ich weiche den vorbeifahrenden Autos aus. Dann geht es an dem Wiesenst\u00fcck entlang zur Br\u00fccke auf den Weg ins Stadion. Die Stadionrunde zum Ziel. Den letzten Kilometer laufe ich in 4:15 Min \/ km. Die Zielbefestigung ist weggeweht, sie liegt neben der Aschenbahn. Ich laufe \u00fcber die rote Ziellinie nach 5 Stunden 9 Minuten und 31 Sekunden. Ich bekomme ich eine Medaille umgeh\u00e4ngt. Sofort kommen zwei Organisatoren und zollen mir ihren Respekt. Wie ich h\u00f6re wurden alle Verpflegungsstationen angewiesen, alle L\u00e4ufer f\u00fcr die Dauer des Gewitters bei sich zu behalten. Direkt nach dem Zieleinlauf f\u00e4ngt es wieder an zu regen. Die Zielverpflegung wurde wegen des heftigen Gewitters verbunden mit dem starken Wind in die \u00dcberdachung verlegt. Ich trinke zwei Alkoholfreie Biere und lasse diesen H\u00f6llenritt Revue passieren. Nach 45 Minuten Fahrt bin ich wieder zu Hause, ich bin aber so aufgedreht, dass ich erst nach 3 Uhr einschlafe. Von 105 angemeldeten L\u00e4ufern kamen 72 ins Ziel. Ich wurde Gesamtzehnter sowie Altersklassensieger.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Organisatoren haben meiner Meinung nach angemessen reagiert. Als das Gewitter losging, wurden alle L\u00e4ufer angewiesen, bei den Verpflegungsstationen zu bleiben. Die L\u00e4ufer wie ich, die zwischen den Verpflegungsstationen unterwegs waren waren auf sich alleine gestellt. Jeder L\u00e4ufer ist f\u00fcr sich selber verantwortlich, zugleich ist er durch die Ersch\u00f6pfung nur schwer in der Lage, klar und vern\u00fcnftig zu denken. H\u00e4tte ich an der Verpflegungsstation bleiben sollen mit dem Wissen dass es bald regnet? Vielleicht, ich war aber zu stark auf rasch ins Ziel kommen programmiert. In meinem Universum kam ein gef\u00e4hrliches Gewitter nicht vor, das war das Problem. Ob ich bzw mein Autopilot noch einmal so handeln w\u00fcrde? Ich wei\u00df es nicht. Vielleicht wird mein System das n\u00e4chste Mal auf diese Erfahrung zur\u00fcckgreifen und mich genau so handeln lassen. Vielleicht l\u00e4sst es mich anders handeln. Wir werden sehen, ich denke eher letzteres.  Diese Erfahrung hat mich aber tief ber\u00fchrt und besch\u00e4ftigt mich.<\/p>\n\n\n\n<p> Vom Ergebnis her bin ich super zufrieden, kann darauf aufbauen. Zudem bin ich zum ersten Mal Altersklassensieger geworden, das f\u00fchlt sich gut an. Und von der Zeit her bin ich 15 Minuten schneller als vor drei Jahren, wo die Strecke 1 Kilometer k\u00fcrzer war. Meine Form kommt, jetzt kann ich an gr\u00f6\u00dfere k\u00fcnftige l\u00e4uferische Aufgaben denken.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Night52 war meiner Ansicht nach aus dieses Jahr gut organisiert, die Landschaft gef\u00e4llt mir, wenn es passt komme ich gerne wieder.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorgeschichte Dieser Abschnitt fasst die letzten 2 Jahre meiner l\u00e4uferischen Lebenskrise zusammen und hat nichts mit dem Wettkampf direkt zu tun. Wer sich nur f\u00fcr den Wettkampf interessiert, kann diesen Abschnitt \u00fcberspringen. 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